Fischen nach Klangperlen.

Erneuerung der Tonanlage im Opernhaus Zürich mit Technik von Lawo.

Das Opernhaus Zürich gilt international als eines der erfolgreichsten Theater. Jahr für Jahr finden hier über 300 Opern- und Ballettvorstellungen, Konzerte und Liederabende auf höchstem künstlerischen Niveau statt. Diesen Herbst unter anderem „La Traviata“ von Verdi und „Die Perlenfischer“ von Bizet als Wiederaufnahmen sowie „Die seidene Leiter“ von Rossini als Premiere. Nun wurde in zwei Stufen die Tonanlage erneuert. Herzstück der neuen Anlage ist ein mc²66-Pult von Lawo.  

Seit kurzer Zeit finden Proben mit der neuen Anlage statt und bisher funktioniert alles ohne Probleme. „Mir gefällt besonders das übersichtliche Routing des mc²66“, so Christian Venghaus, Tonmeister und Leiter der Tonabteilung am Opernhaus Zürich. „Sowohl auf dem Bildschirm als auch durch die orangenen Taster sieht man sofort, was man geroutet hat.“ Und weiter: „In den tieferen Schichten des Mischpults kann man unglaublich viel machen: zum Beispiel Faderstarts programmieren oder ähnliches. Dennoch bleibt es an der Oberfläche immer einfach zu bedienen.“

Heißer Betrieb
Bereits am ersten Probentag musste die Technologie von Lawo ihre volle Flexibilität zeigen. Zunächst wurde mit dem iPad die Balance zwischen verschiedenen Lautsprechergruppen geregelt, dann mit dem Gast-Tonmeister vom Ballett der Ton etwas präziser eingerichtet. Dafür kam ein Controller unter Verwendung des Mackie HUI Protokolls und ein Laptop zum Einsatz, alles per WLAN mit dem mc²66 in der Tonregie verbunden. Der Controller fungiert als MIDI-Remotes für das große Pult, die Drehgeber waren für die Frequenz der EQs vorprogrammiert. „Zusammen mit dem Laptop ist dieses Setup in nur zehn Minuten startklar und man kann sofort mit der Arbeit beginnen“, so Venghaus weiter: „Sowohl die Fernsteuerung per iPad als auch per Mackie HUI fähigem Controller wurde extra für uns von den Leuten bei Lawo eingerichtet.“

Volle Flexibilität
Anschließend war eine Stunde Zeit zwischen zwei Proben. Diese Zeit war mehr als ausreichend, um den 16-Fader-Extender des Lawo-Pults als Saalpult auf die Seitenbühne zu bringen, denn schon nach kurzer Zeit war auf der Seitenbühne etwas zu hören, auch dank einer engen Intregration mit der Yamaha-DME-64-Installation, die für das Mithören im Haus sorgt. Dazu Venghaus: „Meine Ziel ist immer gewesen, den Tonarbeitsplatz dorthin zu bringen, wo er benötigt wird. Zum Beispiel in der ersten Reihe beim Dirigenten in der Probe oder in der zehnten Reihe beim Regisseur oder in der Tonregie, wenn es komplexe Aufgaben zu bewältigen gilt.“

Auch der Rückbau ins normale Setup für die Abendprobe mit dem kompletten mc²66 und damit 40 Fadern (16+8+16er-Extender) in der Tonregie war nur eine Sache von zehn Minuten. Abschließend hebt Venghaus noch einmal die Vorzüge der Lösung von Lawo heraus: „Lawo bietet einen möglichst hohen Grad an Vernetzung und Flexibilität, bei gleichzeitig extrem hohen Qualitätsansprüchen was Klang, Betriebssicherheit und Reproduzierbarkeit angeht. Das wird auch in Zukunft für Tonanlagen essenziell sein.“

 

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