HD Ü3 von TV-Unit mit mc²90 beim Biathlon.

Man muss den Skistock kratzen hören.

Die Anforderungen an den Fernsehton sind in der Vergangenheit erheblich gestiegen - nicht zuletzt, weil Mehrkanalton zunehmend auch ins heimische Wohnzimmer der Konsumenten vordringt. Die Zeiten, in denen das Bild alles, der Ton bestenfalls begleitende Notwendigkeit war, sind längst vorbei.

 

Die Produktionsfirma TV-Unit hat bei der Konzeption ihres neuen Übertragungswagens HD Ü3 dem Ton nicht zuletzt deshalb einen besonders hohen Stellenwert eingeräumt: Mit der Entscheidung für das Flaggschiff aus der mc² Serie von Lawo hat TV-Unit als erster Broadcastdienstleister eine mc²90 Konsole in einen europäischen Ü-Wagen gebaut und damit für die Branche ein Signal der Superlative gesetzt.

 

Keine Kompromisse

Brandneuen Zuwachs hat TV-Units Ü-Wagen Flotte vor kurzem mit dem HD Ü3 erhalten, einem  16,5 Meter langen Truck, dessen Konzeption vom Firmeninhaber Dietmar Beutelschiess stammt. Die Anforderungen an das Zusammenspiel der Audio- und Video-Schnittstellen waren von Anfang an hoch gesteckt. Zudem sollte die Ausstattung der Tonregie schlank und flexibel sein, mit so wenig externem Equipment wie nötig, aber dennoch maximale Integration von Gewerken wie Kommandoanlage oder Eventsteuerung bieten. Dem projektleitenden Toningenieur Alexander Prüstel war schnell klar: „Das geht nur mit einer Nova73 HD Kreuzschiene von Lawo.“ Die Lawo Audiomatrix beherrscht taktsynchrones Schalten auf Video-Frames und besitzt eine integrierte Signalverarbeitung.

 

So blieb letztlich noch die Entscheidung, mit welcher Pultoberfläche die komplexe Tonabwicklung gemeistert werden sollte. „Wir wollten so viele Regler wie möglich – aber auf kleinstmöglicher Fläche“. Und damit war die Entscheidung für das mc²90 getroffen. Mit der gewaltigen Anzahl von 72 physikalischen Fadern übertrifft es den Industriestandard mc²66 um nochmals 16 Regler. 16 Regler, die über das fehlerfreie Gelingen einer komplexen Sportübertragung entscheiden können, weiß Alexander Prüstel zu berichten. „Eine hohe Anzahl an Reglern ermöglicht es uns, selbst in Live-Situationen schnell auf spontane Kundenwünsche zu reagieren. Ein freier Regler lässt sich sofort mit einem neuen Input versehen, ohne dass hierzu die Bedienoberfläche durch einen Bankwechsel geändert werden muss“. Ein weiterer Grund für das mc²90 war die Möglichkeit, zwei Produktionen zeitgleich auf einem Pult abwickeln zu können. Das geht eben nur mit einer großen Anzahl an Reglern.

 

Entscheidend für die Auftragsvergabe war nicht zuletzt auch die gute Erfahrung, die man bei TV-Unit bei vorangegangenen Projekten mit der Firma Lawo gemacht hat. Auch dieses Mal leisteten die Rastätter eine exzellente Betreuung bei der Umsetzung des Konzeptentwurfs. „Lawo hat sich während der Ausschreibungsphase besonders positiv durch zusätzliche Anregungen und alternative Lösungsansätze bei der Projektumsetzung hervorgetan“, erzählt Alexander Prüstel. 

 

Anspruchsvolle Kunden

Nachdem der neue HD Ü3 Ende November 2007 termingerecht die Werkshalle von Grass Valley in Weiterstadt verlassen hat, absolvierte er schon seine ersten großen Einsätze, beispielsweise beim Biathlon Weltcup in Slowenien. Bei derartigen Übertragungen ist die Tonmannschaft auf dem Ü-Wagen besonders gefordert: Der Einschlag der Kugel oder das Kratzen des Skistocks müssen dem Fernsehzuschauer förmlich ins Ohr kriechen. Um diese Ergebnisse zu erzielen, schauen die Kunden zuallererst auf die technische Ausstattung eines Wagens, weiß man bei TV-Unit. Nicht erst mit dem mc²66, das de facto zum Industriestandard der Branche gehört, ist die Firma Lawo bei den Kunden als Premium-Marke angekommen. Diese Tatsache hilft dem Broadcastdienstleister zusätzlich bei der Positionierung seines neuen HD Ü3 im Markt.

 

Raumgreifende Tonmischpulte wie das mc²90 von Lawo sind mittlerweile bei großen Installationen zum zentralen Anziehungspunkt geworden. Das exzellente Image des Unternehmens in der Branche unterstützt die Vermarktung des neuen HD Ü3 von TV-Unit dabei in besonderer Weise. Erste Kundenreaktionen bestätigen das. Aber auch wenn an erster Stelle das Augenmerk der technischen Ausstattung gilt – die Auftraggeber wissen, dass sie auch die passenden Menschen hinter dem Mischpult benötigen, damit am Ende mit Spitzentechnologie auch Spitzenergebnisse erzielt werden. Und auf hoch qualifiziertes Personal legt man bei TV-Unit genauso Wert wie auf ausgereifte Technik.


Über TV-Unit
Die TV-Unit GmbH Übertragungstechnik wurde 1991 von Dietmar und Karin Beutelschiess in Weil im Schönbuch (Baden-Württemberg) gegründet. Das Unternehmen betreibt heute mehrere digitale Übertragungswagen und Uplinks (SNG) und verfügt über die Technik für SuperSlomo und Highlight-Schnitt. Mit seiner Flotte ist TV-Unit bei Aufzeichnungen und Live-Berichterstattungen von Sportveranstaltungen, tagesaktuellen Geschehnissen, Business TV, Konzerten und anderen Events national und international im Einsatz. TV-Unit ist inzwischen eine feste Größe der Branche und zählt unter anderem ARD, ZDF und Plazamedia zu ihren Kunden.

 

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