Noch Fragen?

Die tägliche Pressekonferenz des DFB aus Tenero wird mit Lawo-Equipment übertragen.

Zu besprechen gab es bisher so einiges. Streitereien mit dem vierten Offiziellen und die Verbannung Joachim Löws auf die Tribüne. Bastian Schweinsteigers rote Karte und sein großartiges Comeback im Viertelfinale gegen Portugal. Und auch das eine oder andere Transfergerücht. Wenn mittags um kurz nach 12 Uhr die versammelten Journalisten bei der täglichen Pressekonferenz des DFB ihre Fragen stellen, sorgt der SWR mit seinem HDTV-Ü-Wagen FÜ2HD  für die Übertragung von Bild und Ton. Mit an Bord: ein mc²66 von Lawo.

Das Lawo-Pult verfügt über 140 Mikrofoneingänge, 192 DSP-Kanäle sowie 56 Fader, der Router mit redundanter Routerkarte über 8.192 mal 8.192 Koppelpunkte. Vier Programmwege erlauben das Absetzen von mehreren Feeds. Sollte es zum Havariefall kommen, so sind die Programmwege und die Sendewege, die Abhören und alle Aux-Wege über Digidesign Pro Tools abgesichert. Das mc²66 wird von zwei Toningenieuren bedient. Das Userpanel ist ausgiebig programmiert worden und verfügt über eine Audio-follows-Video-Funktionalität. 170 GPIs sind in Betrieb, dazu kommen virtuelle GPIs zur Steuerung der Peripherie, für Faderstarts und so weiter. 

Für den HDTV-Ü-Wagen FÜ2HD des SWR ist die EURO 2008 die erste Produktion seit seiner Fertigstellung. Er verfügt über zwei Bildregien und eine Tonregie, die in Tenero zur parallelen Produktion von nationalen und internationalen Feeds eingesetzt werden. Der FÜ2HD besitzt 12 Kameras und ist temporär auf 16 Kameras aufrüstbar. Zudem kann er über Glasfaserkabel mit einem externen Ü-Wagen verbunden werden, falls die Produktion nach umfassenderen technischen Möglichkeiten verlangt. Zusammen können dann 24 Kameras eingesetzt werden, Bild und Ton sind komplett verbunden.

Neben der täglichen Pressekonferenz des DFB berichtet die ARD unter anderem vom Training der Nationalmannschaft. Dazu kommen das Seestudio am Lago Maggiore mit Live-Interviews und weitere Berichte rund um die Nationalmannschaft. Insgesamt sind 950 Mitarbeiter von ARD und ZDF an der Übertragung der EM beteiligt (ARD und ZDF teilen sich die Berichterstattung der einzelnen Live-Spiele), davon allein 70 Mitarbeiter aus dem technischen Bereich von Hörfunk und Fernsehen. Sechs bis acht Stunden wird täglich live gesendet.

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