Verleiht Flügel.

Einzigartiger HD-Ü-Wagen von SIVision ist mit einem mc²66 ausgestattet.

In rasender Geschwindigkeit stürzt die Maschine in die Tiefe. Wird abgefangen. Zieht eine enge Kurve. Schießt durch die letzten beiden Pylonen – und ist im Ziel. Das Red Bull Air Race ist ein Rennen der Extreme. Die einmotorigen Propellermaschinen leisten etwa 350 PS und Geschwindigkeiten von 400 km/h sind keine Seltenheit. Bei den spektakulären Flugmanövern durch die eng gesteckten „Air Gates“ wirken Beschleunigungskräfte von bis zu 10 G auf die Piloten ein. Oft trennen nur Zentimeter die Flügel der Maschinen von den aufblasbaren Pylonen, auch Berührungen sind keine Seltenheit.

Seine Flügel ausgefahren hatte am 20. August diesen Jahres auch der neue HD-Ü-Wagen der Firma SIVision aus Ismaning, der beim Red Bull Air Race in Budapest seine Feuerprobe bestand. Sein Konzept und seine Raumaufteilung sind zumindest in Deutschland einzigartig: Der Sattelzug mit drei gelenkten Achsen lässt sich auf beiden Seiten verbreitern, ein einfacher und ein doppelter Auszug sorgen insgesamt für eine Breite von 5,60 Metern. Bis zu 20 Arbeitsplätze entstehen so in seinem Inneren, zwei davon befinden sich in der Tonregie. 

Der Standard: ein Lawo mc266

Für die Ausstattung der Tonregie kam für SIVision nur ein Pult in Frage: das mc266 von Lawo. Dabei waren für Imre Sereg, den Inhaber und Geschäftsführer von SIVision, zwei Faktoren von entscheidender Bedeutung: die Bedienphilosophie und die Sicherheit des Systems. So sei das Arbeiten mit dem mc266 schnell und intuitiv. Die redundante Routerkarte im mc266 HD Core trage zur Verlässlichkeit bei, die bei einer Liveübertragung unbedingt von Nöten ist. Außerdem sei das mc266 von Lawo im Bereich Ü-Wagen weit verbreitet, ja es habe sich sogar zu einem Standard in diesem Bereich entwickelt.

Das mc266 verfügt über 56 Fader (24-8-24) und 192 DSP-Kanäle, die Routerkarten über jeweils 8.192 Koppelpunkte. Als Schnittstellen stehen 20 MADI-Ports und 128 AES-Ein- und Ausgänge zur Verfügung. Drei Stageboxen sorgen für die direkte Anbindung der Audiodaten per Glasfaserkabel – „eine wichtige Voraussetzung für HD, weil man sich eine weitere Verbindung sparen kann“, erläutert Imre Sereg. Und weist auch auf die fantastische Videoausstattung des Ü-Wagens mit 24 Sony-Kameras (davon zwei als Super Slomo-Kameras), Sony-Monitoren, Sony-Pulten und einem Videorouter von Harris hin. Der 40 Tonnen schwere Ü-Wagen ist in jeder Hinsicht mit feinster Technik vollgepackt, bietet aber dank seines einzigartigen Raumkonzepts dennoch genügend Platz für alle Mitarbeiter – vom Techniker bis zum Regisseur.

 

Über SIVision

Pünktlich zum Start der Air Race World Series 2008 konnte sich das TV-Produktionsunternehmen SIVision TV Production GmbH mit Sitz in Ismaning bei München über eine hohe Auszeichnung freuen: Die Übertragungsqualität der spektakulären Rennserie brachte dem US-Fernsehpartner FOX SPORTS NETWORK (FSN) eine Nominierung bei den 29. Annual Sports Emmy Awards, dem Oscar des Sportfernsehens, ein.

Das Red Bull Air Race wird seit seinem Beginn in Budapest am 20.08.2004 von Imre Sereg, dem Inhaber und Geschäftsführer von SIVision, in High Definition produziert. Im Jahr 2007 wurden die zehn Rennen auf vier Kontinenten von über 500 Millionen TV-Zuschauern verfolgt. 

Neben dem Red Bull Air Race World Championship wird SIVision in diesem Jahr noch weitere aufregende und interessante Produktionen - wie das Konzert der Band „Rosenstolz“ in der Münchener Olympiahalle für die DVD in HD - aufzeichnen. Für Aufträge außerhalb Europas – wie zum Beispiel das Konzert der Gruppe “The Police“ in Buenos Aires Ende November 2007 - verwendet SIVision Equipment, das in Flightcases eingebaut ist, innerhalb Europas kommt der neue HD Ü-Wagen zum Einsatz.

 

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