Umfassende Audio-Vernetzung: Wegweisende Installation in holländischem Theater.
Auf Lawo-Technologie basierte, digitale Infrastruktur installiert.
Die Rotterdamse Schouwburg in den Niederlanden ist jetzt mit einer komplett aufgerüsteten Infrastruktur der Audiosysteme wieder im Live-Betrieb. Als erstes Theater des Landes hatte die Schouwbourg Lawos Partner in Belgien, den Systemintegrator Amptec BVBA, damit beauftragt, eine vollständig zentrale digitale Steuerung der Audio-Anlagen für die vielen Aufführungsräume zu realisieren. Dank der überragenden Integrationsfähigkeit und Flexibilität wurde dafür eine Lawo Nova73 HD ausgewählt.
Die 1988 errichtete Rotterdamse Schouwburg ist das Stadttheater Rotterdams. In dem modernen Gebäude wird eine exquisite Auswahl an Theater-, Tanz-, Oper- und Jugendtheater-Werken aus den Niederlanden und Belgien aufgeführt. Besonders bekannt ist das Theater für sein internationales Programm, wie z.B. das Festival „Internationale Keuze“. Dort ist auch das Productiehuis Rotterdam beheimatet, eine Produktionsfirma, die aufstrebende Musiktalente fördert.
Anhand der konzeptionellen Anweisungen der Techniker-Crew des Theaters lieferte Amptec der Schouwburg eine hochmoderne digitale Audio-Infrastruktur, mit der Signale sowohl gesammelt als auch überall im Gebäude verteilt werden können. Um diesen Grad an Netzwerkfähigkeit zu erreichen, wurde eine Lawo Nova73 HD im zentralen Geräteraum installiert und von dort durch ein Glasfasernetz mit allen Bereichen des Gebäudes verbunden.
Die mit 16x MADI I/O und zwei DSP Karten ausgestattete Nova 73 HD ist mit einem Virtual Studio Manager (VSM) Server verbunden, über den die Lawo Kreuzschiene gesteuert wird. Zusätzlich kommen auch sieben DALLIS-Stageboxen zum Einsatz. Davon sind drei in den zwei Auditorien und im Haupthaus platziert. Ergänzt werden diese durch mobile Racks. Die Techniker haben so die Möglichkeit, jede Quelle mit jedem beliebigen Ort zu verbinden.
„Jetzt muss nicht mehr so viel gepatched werden, das erledigt der Computer“, erklärt Bart Hilberink von Amptec und fügt hinzu, dass es nun möglich sei, Einstellungen lokal an jedem Veranstaltungsort über VSM Panels vorzunehmen. „Da der Nova-Kern mit DSP Karten von je 48 Kanälen bestückt ist, muss der Techniker nur noch die Fader ansteuern können – ich habe schon kleine Ensemble-Stücke gesehen, die auf einem Apple iPhone gemischt wurden.“
Dank einer Routingkapazität von 1024x1024 Koppelpunkten und den DSP-Karten beruht das gesamte Routing und die komplette Signalverarbeitung inklusive EQ und Delays für das jeweilige Theater auf der Nova73 HD. Die Entscheidung für Lawo wurde maßgeblich dadurch beeinflusst, dass die Gesamtsteuerung auf der VSM Software beruht, welche die Integration der Lawo Kreuzschiene auf höchstem Niveau unterstützt. „Dieses digitale System bietet uns deutlich flexiblere Möglichkeiten vor Ort. Ein anderer Vorteil für die Schouwburg folgt aus dem Input des Technikerteams bei der Entwicklung einer Benutzeroberfläche, mit der Theaterleute bereits vertraut sind.“
Die analoge Verkabelung der Schouwburg wird als Backup beibehalten – und reduziert gleichzeitig den Budgetposten deutlich. Und dank der gefeierten STAR² Technologie kann die Nova 73 HD auch einfach nachgerüstet werden, um das System in Zukunft mit bestmöglicher Redundanz und Betriebssicherheit zu optimieren.
Für die „neue“ Schouwburg wird es erstmals beim Rotterdam Film Festival ernst. Derselbe Film kann dort gleichzeitig in verschiedenen Veranstaltungsorten gezeigt werden – der Soundtrack wird allerdings von einer zentralen Quelle über das Netzwerk verteilt!

