Herausragende Architektur und spektakulärer Klangraum.
MUMUTH, Haus für Musik und Musiktheater, setzt auf ein mc²66.
Die gläserne Front steht für Transparenz. Denn das Gebäude soll nicht nur als Theater, sondern auch als Schnittstelle der Kunstuniversität Graz (KUG) zur Öffentlichkeit fungieren: Das Haus für Musik und Musiktheater MUMUTH im österreichischen Graz vereint in sich eine Spielstätte, Lehr- und Probemöglichkeiten sowie ein offen gestaltetes Foyer, das als öffentlicher Bereich zum Kennenlernen der KUG einlädt.
Geplant wurde der eindrucksvolle Neubau mit den spiralenförmig angelegten Treppen vom renommierten holländischen Architekturbüro UN studio Ben van Berkel und Bos – nach einem international ausgeschriebenen Wettbewerb mit 212 Einreichungen. Das Projekt war bereits als österreichischer Beitrag in der Biennale in Venedig ausgestellt.
Im August 2008 konnte das Gebäude dann nach über zwei Jahren Bauzeit an die KUG übergeben werden. Die feierliche Eröffnung findet am 1. März 2009 mit einer Aufführung von Wolfgang Amadeus Mozarts „Zauberflöte“ statt.
Den zentralen Bestandteil des MUMUTH bildet der große Aufführungsraum, der flexibel als Probe- und Arbeitsraum, Konzertsaal oder Musiktheater genutzt werden kann. Er ist für klassisches Musiktheater ebenso konzipiert wie für Neue Musik (auch elektronischer Art) und verfügt über ein avanciertes Beschallungssystem, das auf Ambisonics beruht. Diese Technik, die im MUMUTH mit 29 in der Kuppel angebrachten und einzeln ansprechbaren Lautsprechern umgesetzt wurde, ist ein Forschungsschwerpunkt am Institut für Elektronische Musik und Akustik der KUG. Die Software zum Betrieb des Beschallungssystems ist eine Eigenentwicklung der Grazer Wissenschaftler.
Als Audiomischpult kommt in Graz ein Lawo mc²66 in der Variante für Ü-Wagen (also ohne Fuß) zum Einsatz. Es verfügt über 40 Fader, 144 DSP-Kanäle und einen Router mit 10 MADI-Ports und 8.000 mal 8.000 Koppelpunkten. Die Entscheidung für Lawo fiel unter anderem wegen der Offenheit des mc²-Systems für externe Steuerung (Remote Monopl). Weitere Pluspunkte: Die sternförmige Vernetzbarkeit mit weit absetzbarem Core und I/O sowie die große und flexible Matrix.
Ein weiteres komplexes Lawo-Referenzprojekt im Theater- und experimentellen Bereich in Österreich, bei dem bereits seit 2004 erfolgreich zwei mc²66 sowie drei Nova 73HD in einer Wellenfeldkonfiguration eingesetzt werden, ist die Seebühne in Bregenz.

