Schärfer als die Realität.
Neue HD-Regie bei ProSiebenSat.1 mit Technik von Lawo ausgestattet.
Mit der Sohle streichelt er den Ball. Einmal, zweimal, dreimal. Dann kommt die Grätsche des Gegenspielers, die klärend den Ball ins Aus befördert. In Zeitlupe sieht der Zuschauer jeden Grashalm durch die Luft schweben, es ist, als ob er direkt am Spiel teilnehmen würde. Die Rede ist von der Fußballübertragung eines Champions League-Spiels in HD über die HD+-Plattform von SES ASTRA, die unter anderem Material der Sender SAT.1, ProSieben und kabel eins bereitstellt.
Produziert wird unter anderem in der neuen HD-Regie der Sendeanstalt, die die alte SD-Regie 6 ersetzt und neueste Technologie bereitstellt. Sie ermöglicht eine komplette HD-Produktion vom Studio bis hin zum Output: Hier wird die Champions League in HD angelegt und über die Regie auch in HD gesendet. Auf Seiten der Tontechnik ist sie mit einem mc²66-Mischpult von Lawo ausgestattet, das für den ausgezeichneten Sound dieser Übertragungen verantwortlich ist.
Die neue HD-Regie wurde zunächst im derzeitigen zentralen Geräteraum (ZGR) eingebaut. Die alte Regie 6 lief im Parallelbetrieb in SD weiter, bis die neue HD-Regie übergeben wurde. Nach der Übergabe wurde sie dann abgebaut. Dabei waren die kompakten Maße des mc²66 von großem Vorteil, da das Platzangebot in den Räumlichkeiten zum Teil sehr begrenzt war. Eine gute Bedienbarkeit, ein klares Konzept und Features, die den Workflow unterstützen seien ebenfalls Pluspunkte von Lawo, so Joachim Hentschel, Solution Architect der ProSiebenSat.1 Produktion GmbH in München. „Der Projektablauf mit dem Generalunternehmer Elvia-Pro Deutschland GmbH und dem Hersteller Lawo war äußerst unkompliziert, wie auch bei bereits vorangegangenen Projekten. Kundenwünsche wurden auf unkomplizierte Weise umgesetzt und für Herausforderungen wurden schnell praktikable Lösungen erarbeitet.“
Audio über den Videorouter
Das Lawo mc²66 in der neuen HD-Regie bietet 40 Fader (16+8+16), 192 vollwertige DSP-Kanäle und eine Routingkapazität von 8.000 x 8.000 Koppelpunkten. Die Audiosignalverteilung wird komplett über eine Embedded-Audio-Struktur geleistet, somit gibt es keinen dedizierten Audiorouter. Der Videorouter verteilt die Audiosignale im gesamten Produktionskomplex, ein Verfahren, das sich bei der Postproduktion bereits bewährt hat. Hier setzt die ProSiebenSat.1 Produktion schon seit längerem auf Embedded Audio.
„Neben der Systemstabilität und Sicherheit, die bei einer livetauglichen Audiokonsole eine elementar wichtige Rolle spielen, waren für uns die intuitive Bedienphilosophie sowie die hochwertige Audioqualität die Hauptfaktoren bei der Entscheidungsfindung. Die Konsole hat sich im täglichen Produktionsbetrieb bewährt und ist allen Anforderungen gewachsen“, erläutert Karl Steinbauer, Leiter Bild und Tontechnik der ProSiebenSat.1 Produktion GmbH in München, warum die Wahl auf ein Mischpult von Lawo gefallen ist.
