BBC Radio nutzt "Dual Self-Healing Star" Routingsystem.
Lawo Audiokreuzschiene im Broadcasting House für alle Radioprogramme.
Die BBC (British Broadcasting Corporation) mit Stammsitz in London ist die weltweit größte öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt. Sie strahlt die Fernsehprogramme BBC One und BBC Two aus und betreibt zusätzlich sechs digitale Fernsehkanäle. Außerdem unterhält die BBC zahlreiche analoge sowie digitale regionale und landesweite Hörfunksender.
Projektplanung und Hintergrund
Der Hauptsitz des landesweiten Radios der BBC ist das 1932 erbaute und jetzt denkmalgeschützte Broadcasting House im Londoner Innenstadtbezirk West One. Der größte Teil des Gebäudes wurde von 2000 bis 2005 komplett entkernt und mit neuen Büros, Studios und Regien ausgestattet. Ein Anbau aus den 50er Jahren, in dem auch die bisherige Hauptkreuzschiene untergebracht war, wurde abgerissen, durch ein modernes Gebäude ersetzt und mit einem vollständig neuen Routingsystem ausgestattet.
Die Ausschreibung für die Installation eines zentralen Routingsystems wurde Anfang 2002 veröffentlicht; noch im selben Jahr konnte der Vertrag unterschrieben werden. Gemeinsam mit der BBC wurde das Routingsystem exakt für die Bedürfnisse des Kunden konzipiert, so dass das System in mehreren Schritten aufgebaut werden konnte. Die abschließende Werkslieferkontrolle erfolgte 2004 mit anschließender Lieferung des zur Installation vorbereiteten Systems. 2005 wurden letzte Anpassungen und Erweiterungen vorgenommen und Anwenderschulungen durchgeführt. Im Mai 2006 ging die Anlage auf Sendung - und läuft seitdem 24 Stunden am Tag.
Generalunternehmer für dieses Projekt war Lawos Vertriebspartner in UK, Preco Broadcast Systems Ltd.
Die Anforderungen des Kunden
Die Anforderungen an das neue zentrale Routingsystem waren von der BBC klar formuliert:
- Eine Kapazität von bis zu 8.000 Ein- und 5.000 Ausgängen für analoge sowie digitale Signale
- Es wurden höchste Anforderungen an die Betriebs- und Ausfallsicherheit gestellt
- Das System sollte die größtmögliche Verfügbarkeit bieten
- Die Wartung des Systems sollte auch während des laufenden Betriebs erfolgen können
- Eine zukünftige Erweiterung des Systems sollte problemlos möglich sein
Die Lösung von Lawo
Lawo lieferte für dieses Projekt zwei Nova73 HD in „Dual Self-Healing Star“ (DSHS)-Architektur. Diese DSHS-Lösung bietet 9960 Mono-Eingänge auf 4480 Mono-Ausgänge - analog wie auch digital. Diese Struktur gewährleistet eine maximale Ausfallsicherheit. Durch die hohe Redundanz aller installierten Komponenten kann die Wartung oder ein Umbau während es laufenden Betriebs erfolgen.
Überzeugende Vorteile
Lawo gewann die Ausschreibung gegen eine Reihe von Mitbewerbern aufgrund der überzeugenden technischen Parameter sowie auch wegen des guten Preis/Leistungs-Verhältnisses.
Zufriedene Kunden
Alle aus dem Projektteam der BBC sind sehr zufrieden mit der Sicherheit, Verfügbarkeit und Kapazität, welche die DSHS-Architektur bietet. Sie sind überzeugt, mit dem Einsatz des Lawo-Systems die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
Auch Serge Auckland, seinerzeit Technical Sales Director bei Preco, zeigte sich beeindruckt von der Lösung, die Lawo erarbeitet hat, um die Forderungen der BBC zu realisieren: „Der Lawo DSHS-Router ist ein bewundernswertes System von höchster Zuverlässigkeit. Die Eleganz der "selbstheilenden" Doppelstern-Architektur ist meiner Meinung nach die ideale Lösung für die Bedürfnisse der BBC".
Hintergrund: „Dual Self-Healing Star”-Architektur
Das „Dual Self Healing Star" (DSHS) -Prinzip basiert auf einer Struktur aus zwei oder mehr Nova73 HD Routern. Die Schnittstellen sind dabei über DALLIS I/O-Träger realisiert, die über Lichtwellenleiter abgesetzt werden. Mit redundanten Masterkarten ausgestattet, werden diese zudem an jeweils beide Systemkerne angeschlossen. Doch im Gegensatz zu einer klassischen Doppelsternstruktur gibt es darüber hinaus noch weitere Querverbindungen zwischen den Systemkernen ("Interstar Links"), welche die für den DSHS zusätzliche und entscheidende Redundanz-Ebene darstellen: Erst dadurch kann im Störungsfall (z.B. Kabelbruch) eine Umschaltung von I/O-Trägern unabhängig von den Systemkernen erfolgen. Im DSHS muss zwischen den Systemkernen also nur dann umgeschaltet werden, wenn dort tatsächlich ein zentraler Fehler vorliegt.
Das DSHS-Prinzip:

